
| VMU Backups auf PC mittels BBA |
| Phantasy Star Online - Tipps&Tricks |
| Geschrieben von: Al |
| Montag, den 01. März 2010 um 19:58 Uhr |
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VMU Backups ohne Umwege auf den PC BBA macht's möglich
Grüßgott aufmerksamer Leser, In diesem Guide möchte ich dir beschreiben, wie man unter Zuhilfenahme einiger Programme eine Direktverbindung zwischen einer Dreamcast und einem Windows PC herstellen kann. Unter anderem ermöglicht dies das Up- und Downloaden von Spielständen -auch kopiergeschützter- ohne bestehende Internetverbindung. Ich selber habe dazu einen Breitbandadapter benutzt, die Anleitung sollte aber auch auf den seltsamen LAN-Adapter für die Dreamcast zutreffen. Ebenso kann man auch ein serielles „Coder's Cable“ dafür hernehmen; dazu kann ich aber nichts weiter sagen außer, dass es sogar etwas einfacher sein müsste. Meine Anleitung richtet sich ausdrücklich an Spieler, die wie ich von solchen Sachen nur recht wenig Ahnung haben. Grundsätzlich wollen wir das schaffen, was auf dieser Seite unter 2nd Method beschrieben wird: http://bswirl.kitsunet.org/vmutool/release/help/vmupload.php?lg=en&menu=on Mich hat es ein paar frustrierende Tage gekostet, den Aufbau nach dieser knappen Beschreibung zum Laufen zu bringen. Daher möchte ich auf dort nicht genannte Einzelheiten hinweisen, die mir Probleme bereitet haben oder hätten bereiten können. Im Idealfall sollte es dem aufmerksamen Leser somit möglich sein, alles auf Anhieb richtig zu machen. Im Endeffekt ist es wirklich einfach... man darf nur nichts falsch machen.
1. Was wir benötigen
Auf der Hardware-Seite brauchst du Folgendes:
Zusätzlich musst du diese Programme herunterladen:
2. Die Vorbereitung
Zunächst müssen wir die heruntergeladenen Programme installieren oder brennen.
Die vorliegende benutzerfreundliche Version von DC Tool sowie gegebenenfalls DiscJuggler lassen sich ganz normal per Setupdatei auf Windows installieren. Das dürfte niemandem Probleme bereiten.
DC Load sowie Dream Explorer sind Programme für deine Dreamcast. Die zwei Images, die wir heruntergeladen haben sind brennfertig. Das heißt, sie starten von selbst wie jedes normale Spiel, sofern sie richtig gebrannt wurden. Wichtig bei CD-Rs für die Dreamcast ist, dass sie langsam gebrannt werden. Die DiskJuggler 4 Demo eignet sich dafür sehr gut, weil sie automatisch nur auf 4facher Geschwindigkeit brennt. Es gibt moderne Brennprogramme, die sich ihre Geschwindigkeit einfach selbst aussuchen und dem Nutzer kaum Optionen bieten. Mit sowas kommen wir hier nicht weit. Eine schöne bebilderte Anleitung des Brennvorgangs findet sich auf http://psopalace.schtserv.com unter Guides/Dreamcast DiskJuggler Burning. Sie bezieht sich eigentlich auf das Brennen von PSO, aber das soll uns hier nicht jucken. Wichtig ist, dass man wie auf den Bildern DiscJuggler erst öffnet und dann Burn CD and DVD images wählt. Sowohl auf XP als auch Vista stürzt die Demo bei mir ab, wenn ich das zu brennende Image mit einem Doppelklick öffnen will. Du kannst es gern versuchen... ich schätze mal, das Programm ist einfach zu alt. Entscheidend ist das letzte Bild: Mode sollte auf Mode 2 gestellt werden und das Kästchen bei RAW write musst du mit einem Häkchen versehen. Wenn der Brenner mitspielt, sollten die beiden CDs etwas werden.
Auf dem PC musst du außerdem noch passende Ordner für deine Saves anlegen. Tu das am Besten an einer Stelle, die du wiederfindest. Auf zB Vista kann das manchmal lustig werden, weil die Ordnerstrukturen in Wirklichkeit ganz anders aussehen können, als man sie kennt. Wenn du damit nicht vertraut bist, erstelle dir erstmal einen Überordner direkt im Hauptverzeichnis der Festplatte anstatt irgendwo in den Eigenen Dateien herumzuwurschteln. Leg dir darin von vornherein deine Savegame-Ordner so zurecht wie du es für sinnvoll hältst. Ich habe beispielsweise Ordner mit dem aktuellen Datum und darin Ordner mit den Namen meiner einzelnen PSO-Charaktere gebastelt. Entscheidend ist hierbei die Netzwerkfreigabe. Ein Ordner muss für andere Nutzer freigegeben werden, damit die Dreamcast ihn auf dem PC finden kann. Im Normalfall musst du hier deinen Überordner mit rechts anklicken, Eigenschaften und dann Freigabe wählen. In Vista gehe ich dann normalerweise auf Erweiterte Freigabe und hake das einsame Kästchen ab. In anderen Windows Versionen wird es ähnlich sein.
3. Die Programme im Einzelnen
DC Load IP DC Load ist ein sehr einfaches Programm, das die Dreamcast zur Kommunikation mit dem PC benötigt. Legt man es in die Dreamcast, bekommt man einen schwarzen Bildschirm, mit der MAC-Adresse seines BBAs und einer IP. Die MAC-Adresse steht übrigens auch auf dem Aufkleber auf dem BBA; wir brauchen sie aber nicht, wenn alles glatt geht. Die IP wird von DC Load selbst bestimmt. In der Version, die wir heruntergeladen haben, ist es die 192.168.000.004. Mit dieser Adresse identifiziert sich der BBA in der Verbindung, die wir aufbauen wollen. Dazu musst du nichts an den Interneteinstellungen deines BBAs ändern. Egal, ob du deiner Konsole eine andere IP gegeben hast oder ihr automatisch eine zuteilen lässt... DC Load setzt sich darüber hinweg.
DC Tool GUI DC Tool ist sozusagen das Gegenstück zu DC Load. Du brauchst es auf dem PC um ordentlich mit der Dreamcast interagieren zu können. So kleine Spielchen wie ein „ping 192.168.0.4“-Kommando gehen auch mit der Kommandoleiste, aber das nur am Rande. Beim ersten Öffnen des Programms möchte es dir dabei helfen, dein Setup einzustellen. Gib hier an, dass du einen BBA benutzt und die Dreamcast die oben genannte IP hat.
Dream Explorer, manchmal auch als VMU Tool bezeichnet Auch ohne Netzwerkverbindung ist der Dream Explorer ein nützliches Spielzeug für die Dreamcast. In erster Linie dient er zur VMU-Verwaltung. Er kann viele Tricks, die das normale Bootmenu der Konsole nicht drauf hat. Zum Beispiel kann er den Kopierschutz von manchen Spielständen aufheben oder VMU-Spiele emulieren. Die CD kommt auch mit einer großen Auswahl an Files, die man sich bei Bedarf direkt auf die VMU ziehen kann. Ich empfehle wirklich sich den Dream Explorer zunächst einmal in aller Ruhe anzusehen und sich mit den Funktionen vertraut zu machen. Wer eine freie VMU hat, kann damit auch zwischendurch mal schnell ein Backup seines PSO-Chars machen. Sehr wichtig hierbei ist es das Programm nicht mit der deutschen Spracheinstellung zu verwenden! Das führt andernfalls dazu, dass es ständig einfriert, noch bevor man etwas Sinnvolles tun kann. Am besten stellst du die Dreamcast schon vorher auf Englisch um. Der Dream Explorer friert zwar trotzdem manchmal ein, aber er lässt sich benutzen. Vielleicht wird das ja nochmal irgendwann gefixt.
4. Die Verbindung
Wenden wir uns nun endlich dem eigentlichen Thema zu: Der Verbindung von Dreamcast und PC.
Zuerst schließt du dein Crossover-Kabel an deine Dreamcast und deinen PC an. Lege dann DC Load in die Konsole. Unter den Adressen sollte „idle“ stehen. Ziehe das Kabel ab und stecke es wieder an. Für einen kurzen Moment sollte „link change“ angezeigt werden. Wenn das passt, ist der Anschluss des BBAs in Ordnung.
Anschließend musst du die IP deines PCs einstellen. Such dir dazu die LAN-Verbindung in Windows heraus und gehe auf deren Eigenschaften. In Vista öffne ich mein „Netwerk- und Freigabecenter“ mit einem Rechtsklick auf das dazugehörige Symbol im rechten Teil der Taskleiste, dort wähle ich „Status anzeigen“. Du müsstest auf jeden Fall ein Fenster namens Eigenschaften von LAN-Verbindung vor dir haben. Dort suchst du dir den Eintrag Internetprotokoll Version 4 und gehst wiederum auf dessen Eigenschaften. Dort gibst du manuell folgende IP an: 192.168.0.3 (also genau eine Stelle neben der IP, die DC Load auf der Dreamcast erzwingt). Als Subnetmaske passt standardmäßig 255.255.255.0. Den Eintrag Gateway lässt du frei. Wenn du den Anschluss normalerweise für deine Internetverbindung verwendest, solltest du nach der ganzen Prozedur natürlich den alten Zustand wiederherstellen.
Starte nun DC Tool. Wähle dort File/Link test... und starte den Testlauf. Wenn alles passt, läuft dort ziemlich flott ein wenig blauer Text durch und der Test ist fertig. Wir können uns nun also ans Eingemachte wagen. Wähle File/Upload from... und suche die Binary raus, die du vom Dream Explorer heruntergeladen hast. Die Datei nennt sich 1ST READ.BIN (oder vmu_085.bin, wenn du sie unscrambled gespeichert hast). Das führt dazu, dass auf dem Schirm der Dreamcast plötzlich der Dream Explorer auftaucht und nach Knopfdruck seine CD verlangt. Erfülle ihm seinen Wunsch und wechsle die CD im Laufwerk aus. Drücke Start, wenn das Laufwerk sich ausgesponnen hat.
Glückwunsch. Von jetzt an geht es auf der Dreamcast weiter.
Beim Browsen durch die VMUs gibt es sowohl für ganze Speicherkarten als auch für einzelne Files eine Save to PC-Funktion, die dich durch die Ordner deines PCs suchen und deine Daten speichern lässt. Wenn dein zuvor angelegter Ordner richtig freigegeben wurde, solltest du ihn jetzt wiederfinden können. Ein Spielstand lässt sich als gängige .vmi (nebst zugehöriger .vms) oder .dci speichern. .dci ist das Format von Nexus-Speicherkarten. Wer eine hat, wird diesen Guide hier wohl kaum brauchen. Im Grunde ist es aber völlig egal, welches Format du nimmst. Die Dateien sind so klein, du kannst zum Spaß auch einfach in beiden Formaten speichern.
Ebenso kommt man vom Hauptmenu des Dream Explorers auch auf den PC. Dort kann man nun umgekehrt seine Saves suchen und wieder auf eine VMU packen.
Das Programm legt in den Ordnern, die man durchsucht kleine Dateien namens „_dreamexp.dir“ an. Auf diese Weise „merkt“ es sich die Ordner. Fügt man nun nachträglich einen neuen Ordner hinzu, taucht dieser nicht sofort auf. Dafür gibt es im Dream Explorer den Refresh-Knopf, der das Verzeichnis neu durchsuchen lässt.
Sollte der Dream Explorer einmal einfrieren muss man leider mehr oder weniger von vorne anfangen. Also wieder DC Load einlegen und die Binary uploaden... Das kann manchmal etwas nerven. Aber was will man von einem 0.85 Programm erwarten? Ich für meinen Teil habe auf http://bswirl.kitsunet.org ein paar Euro gespendet. Vielleicht gibt es ja eines fernen Tages eine 1.0.
Ich hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe und dass dieser Guide dem ein oder anderen hilft. Ich danke dem aufmerksamen Leser, allen Kennern, die der Dreamcast bis heute treu geblieben sind, und Rainhard Fendrich, dessen Lieder mich beim Verfassen dieser Anleitung begleitet haben. Al
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